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Was Du als Facilitator wirklich verkaufst

Der LEGO® SERIOUS PLAY® Kernprozess ist erlernbar. Ob Du als Facilitator Aufträge bekommst, hängt davon ab, ob Du weißt, was Deine Kunden wirklich kaufen.

Ein paar schnelle Antworten vorab

Reicht es, den Kernprozess der LEGO® SERIOUS PLAY® (LSP) Methode zu beherrschen, um als Facilitator Aufträge zu bekommen?

Nein. Kernprozess, Anwendungstechniken und Skills Building lassen sich in der Ausbildung lernen, das ergibt einen technisch sauberen Workshop. Aufträge kommen aber nur, wenn der Workshop genau den Grund bedient, den ein Kunde gerade braucht: Eine Lösung, mehr Bequemlichkeit oder eine Erfahrung.

Was unterscheidet einen Facilitator mit Folgeaufträgen von einem ohne?

Beides gehört zusammen. Ein technisch sauberer Workshop ist die Grundlage, das lernst Du in der Ausbildung mit Kernprozess, Anwendungstechniken und Skills Building. Den Unterschied macht zusätzlich die Fähigkeit, vorab zu erkennen, welchen der drei Kaufgründe ein Kunde gerade sucht, und den Workshop entsprechend zu gestalten, statt jedes Mal denselben Standardablauf zu fahren.

Warum ist es wichtig, einen technisch sauberen Workshop durchzuführen?

Weil er die Grundlage für alles andere ist. Ohne einen sauber geführten Kernprozess kippt weder die Skepsis im Raum, noch hält eine Entscheidung, noch bleibt ein Ergebnis über den Workshop hinaus bestehen. Das Design für einen sauberen Workshop lernst Du in der 4-tägigen Ausbildung, zusammen mit dem Blick dafür, welchen der drei Gründe ein Kunde gerade braucht.

Wie erkenne ich als Facilitator, welchen der drei Gründe ein Kunde gerade braucht?

Im Erstgespräch. Ein Team, das schon öfter Ergebnisse verloren hat, braucht vor allem eine gesicherte Lösung. Ein Team mit festgefahrenen Hierarchien braucht vor allem die Bequemlichkeit einer einmaligen, tragfähigen Entscheidung. Ein skeptisches Team braucht zuerst die Erfahrung, die den Zweifel kippt.

Was lernt man in der 4-tägigen Facilitator-Ausbildung konkret?

Der Schwerpunkt der Ausbildung ist die komplette Methode in der Version 2.0, Kernprozess, Anwendungstechniken und Skills Building, dazu die Fähigkeit, saubere Workshops zu designen, die tatsächlich Impact liefern. Echter Impact setzt voraus, dass Du erkennst, welchen Bedarf ein Kunde gerade hat, das lernst Du automatisch mit.


"Ich habe die Zertifizierung, jetzt kann ich loslegen." Stimmt, technisch. Nur bucht Dich damit noch niemand ein zweites Mal.

Kernprozess, die sieben Anwendungstechniken und das Skills Building lassen sich lernen, im Original-Curriculum der Association of Master Trainers in vier Tagen, nicht an einem Wochenende. Was die Methode nicht automatisch mitliefert: Die Fähigkeit zu erkennen, warum ein Kunde einen Workshop überhaupt bucht. Davon hängt jede Folgebuchung ab.

In Warum kaufen Menschen eigentlich LEGO® SERIOUS PLAY®? habe ich das aus Käufer-Sicht beschrieben: Menschen zahlen für eine Lösung, für mehr Bequemlichkeit oder für eine Erfahrung, die es sonst nirgends gibt. Hier geht es um die andere Seite des Tisches: Was Du als Facilitator konkret tust, damit ein Workshop den jeweils richtigen Grund tatsächlich liefert, statt nur technisch sauber abzulaufen.

Lösung liefern, nicht nur Modelle bauen

Die Sicherung entscheidet, nicht das Bauen

Ein Kunde kauft keine bunten Bausteine auf einem Tisch. Er kauft die Garantie, dass das, was im Workshop entsteht, danach nicht in einer Schublade landet. Das ist Facilitation-Arbeit, keine Zauberei der Methode selbst: Die Fragen, die Du stellst, die Reihenfolge, in der Modelle gebaut und geteilt werden, und vor allem die letzte halbe Stunde, in der aus einzelnen Geschichten ein gemeinsames Bild wird, das jemand im Raum tatsächlich mitnehmen kann.

Wer diesen letzten Schritt unterschlägt, weil die Zeit knapp wird, liefert am Ende doch nur bunte Fotos. Diese Sicherung entscheidet, nicht das Bauen selbst, ob ein Kunde nach sechs Wochen noch weiß, was beschlossen wurde, oder wieder jemanden anruft, der es rekonstruiert.

Was das praktisch bedeutet

Praktisch heißt das: Zeit für die Sicherung einplanen, bevor der Workshop überhaupt beginnt, nicht erst, wenn am Ende noch fünfzehn Minuten übrig sind. Wer merkt, dass die Zeit knapp wird, kürzt eher eine Baurunde als die Sicherung, auch wenn das bedeutet, ein Thema an diesem Tag nicht mehr vollständig zu behandeln. Ein Kunde verzeiht ein etwas kürzeres Programm. Er verzeiht selten ein Ergebnis, das er drei Wochen später nicht mehr rekonstruieren kann.

Bequemlichkeit liefern, ohne den Raum zu kontrollieren

Der Kernprozess sichert die Reihenfolge

Bequemlichkeit im LSP-Workshop bedeutet nicht, dass Du es allen leicht machst. Sie entsteht daraus, dass jede Person ihr eigenes Modell baut und erzählt, und jede Perspektive dabei stehen bleibt, wie sie ist. Das ist keine Design-Entscheidung, die Du als Facilitator triffst. Das ist der Kernprozess selbst: Bauen, Erzählen, Zuhören, bevor irgendetwas gemeinsam reflektiert oder entschieden wird. Niemand widerspricht einem fremden Modell, jede:r hat recht mit der eigenen Perspektive. Das bringt den stillen Einwand jetzt auf den Tisch, statt drei Wochen später in einem Flurgespräch wieder aufzutauchen.

Deine Aufgabe als Facilitator ist nicht, diese Reihenfolge zu erfinden, sie steckt im Kernprozess bereits drin. Deine Aufgabe ist, sie zu verteidigen, auch wenn eine ranghohe Person ungeduldig wird und am liebsten sofort die eigene Meinung durchsetzen würde. Wer das zulässt, bekommt am Ende wieder das klassische Bild: Eine Entscheidung, die zwei- oder dreimal getroffen werden muss, bis sie hält.

Die unbequemere Rolle

Das bedeutet manchmal, die unbequemere Rolle zu übernehmen: Eine Führungskraft zu bitten, mit dem eigenen Modell zu warten, bis alle anderen erzählt haben, fast eine kleine Werkstatt-Version von Simon Sineks "Leaders eat last". Im Moment fühlt sich das für niemanden bequem an. Am Ende sorgt diese Reihenfolge dafür, dass sich niemand übergangen fühlt und die Entscheidung hält, ohne drei Wochen später wieder aufgeschnürt zu werden.

Erfahrung liefern, wenn die Arme noch verschränkt sind

Der Punkt, der den Workshop rechtfertigt

Fast jede Gruppe hat am Anfang mindestens eine Person mit verschränkten Armen. Das ist kein Problem, das gelöst werden muss, bevor es losgeht. Es ist der Rohstoff für den Moment, der den Workshop später rechtfertigt: Der Punkt, an dem die Hände etwas bauen, das der Kopf noch nicht ganz erfasst hat, und der Zweifel kippt.

Warum die erste Aufgabe leicht sein muss

Deine Aufgabe als Facilitator ist, diesen Punkt nicht zu überspringen. Eine zu einfache erste Bauaufgabe, zu wenig Zeit für die ersten Zweifel, und die Skepsis bleibt im Raum stehen, statt zu kippen. Wer dagegen die ersten Minuten bewusst langsam gestaltet, bekommt später die Person mit den verschränkten Armen als lautstärkste Fürsprecherin der Methode.

Das ist auch der Grund, warum die erste Bauaufgabe nie die schwierigste sein sollte. Eine einfache, fast spielerische erste Frage gibt den Händen etwas zu tun, während der Kopf noch skeptisch bleibt. Der Wechsel passiert nicht durch ein Argument von Dir, er passiert, während die Person selbst baut. Dein Job ist nur, ihr dafür genug Zeit und die richtige erste Frage zu geben.

Der eigentliche Unterschied

Zertifikat und komplette Methode, Kernprozess, sieben Anwendungstechniken und Skills Building, bekommst Du in vier Tagen. Der zweite Schwerpunkt der Ausbildung ist, daraus saubere Workshops zu designen, die tatsächlich Impact liefern, nicht nur technisch korrekt ablaufen. Ob daraus Aufträge werden, entscheidest danach immer noch Du, jedes Mal neu, je nachdem, ob Du erkennst, was der Kunde vor Dir gerade kauft. Wer nur die Technik mitnimmt, hat die Hälfte der Ausbildung übersprungen.

Wenn Du wissen willst, wie Menschen die drei Gründe aus Käufer-Sicht erleben, bevor Du sie als Facilitator selbst bedienst: Warum kaufen Menschen eigentlich LEGO® SERIOUS PLAY®?

Wenn Du lernen willst, wie Du erfolgreiche Workshops mit der LEGO SERIOUS PLAY Methode durchführst: Termine der nächsten Ausbildungen findest Du auf matthias-renner-trainer.com.

Von Matthias Renner, KI-unterstützt recherchiert.

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