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Funktioniert LEGO® SERIOUS PLAY® wirklich?

Kritiker nennen es teuren Kinderkram. Was Forschung, echte Kritik und ein realer Veränderungsprozess tatsächlich über die Wirkung von LEGO® SERIOUS PLAY® zeigen

Ein paar schnelle Antworten vorab:

Gibt es wissenschaftliche Studien zu LEGO SERIOUS PLAY?

Ja, und die Zahl wächst. Eine Bibliometrie-Analyse im International Journal of Learning, Teaching and Educational Research (2025) zählt bereits 268 Fachpublikationen zwischen 2015 und 2025. Die meisten Ergebnisse stammen bislang aus Bildungs- und Forschungskontexten, seltener aus reinen Unternehmenssettings, ein Unterschied, den man nicht überlesen sollte.

Was ist die häufigste Kritik an LEGO SERIOUS PLAY?

Dass sie ohne saubere Facilitation zur teuren Spielerei ohne belastbares Ergebnis wird. Bunte Modelle allein sind kein Ergebnis. Ohne sauberen Prozess entsteht Neuigkeit, keine Erkenntnis.

Wie lange hält die Wirkung eines LEGO SERIOUS PLAY Workshops an?

Eine Studie im Journal of Work-Applied Management hat Teammitglieder sechs Wochen nach einem LSP-Workshop befragt und einen anhaltenden Effekt auf Zusammenarbeit und psychologische Sicherheit gefunden, kein kurzes Hoch direkt danach. Die Stichprobe war klein, sechs Personen aus zwei Teams.

Funktioniert LEGO SERIOUS PLAY auch bei skeptischen Teams?

Ja. Skepsis vor dem Workshop ist eher die Regel als die Ausnahme, auch bei Teams, die sich am Ende am stärksten für die Methode aussprechen.


"Bauklötze für Erwachsene." Die Reaktion kommt fast in jedem Workshop einmal vor, meistens von der Person mit den verschränkten Armen. Stimmt auch, streng genommen. Nur beantwortet das nicht die eigentliche Frage: Bringt das etwas, oder bleibt es am Ende doch nur unterhaltsam?

Wer beruflich mit Weiterbildung, Change-Prozessen oder Workshops zu tun hat, hat gelernt, diese Frage zu stellen, bevor Geld und Zeit investiert werden. Zu Recht. Der Markt ist voll von Methoden, die viel versprechen und wenig halten. Deshalb hier der ehrliche Blick, den ich mir selbst wünschen würde, wenn ich eine Methode zum ersten Mal beurteilen müsste: Was die Kritik sagt, was die Forschung zeigt, und was ein echter Fall aus der Praxis zeigt.

Die Kritik, die man ernst nehmen sollte

Wenn die Reflexion fehlt

Die ehrlichste Kritik an LEGO SERIOUS PLAY kommt selten von Menschen, die die Methode nie erlebt haben. Sie kommt von erfahrenen Facilitator:innen selbst: Ein technisch sauberer Kernprozess, wie ich ihn in LEGO® SERIOUS PLAY® kurz erklärt beschrieben habe, ist die Grundlage für alles andere. Fehlt der, entsteht im schlimmsten Fall ein teurer Icebreaker mit bunten Fotos am Ende. Bunte Fotos sind aber kein Ergebnis, sie sind ein Erinnerungsstück.

Ein bekanntes Bild dazu: Ein Team baut eine Stunde lang, alle lachen, alle sind entspannt, am Ende steht ein Gruppenfoto mit bunten Modellen im Vordergrund. Drei Wochen später kann niemand mehr sagen, was die Modelle eigentlich bedeutet haben. Genau das passiert, wenn die Reflexion fehlt, die dem Bauen erst seinen Sinn gibt.

Schlechte Facilitation ist das eigentliche Risiko

Wird die Skills-Building-Phase übersprungen, weil die Zeit knapp wird, fehlt die psychologische Sicherheit, auf der der Rest des Workshops aufbaut. Die Modelle bleiben oberflächlich statt ehrlich, und genau da beginnt der Vorwurf, LEGO SERIOUS PLAY sei nur teures Spielzeug für Erwachsene, tatsächlich zu stimmen.

Diese Kritik ist berechtigt, und sie sagt vor allem eins: Schlechte Facilitation ist das eigentliche Risiko, nicht die Methode. Wer das ernst nimmt, fragt bei der Wahl einer Ausbildung oder eines Anbieters nicht "Funktioniert die Methode?". Die eigentliche Frage lautet: "Bei wem, und wie sauber geführt?"

Was die Forschung tatsächlich zeigt

268 Publikationen in zehn Jahren

Die akademische Literatur zu LEGO SERIOUS PLAY ist in den letzten zehn Jahren deutlich gewachsen, von vereinzelten Fallstudien zu einem eigenen kleinen Forschungsfeld. Die bereits erwähnte Bibliometrie-Analyse zählt 268 Fachpublikationen zwischen 2015 und 2025 in den Datenbanken Web of Science und Scopus.

Was zwei Studien zeigen

Was diese Forschung findet, deckt sich auffallend oft mit dem, was ich in eigenen Workshops beobachte: Positive Effekte auf Teamdynamik, individuellen Perspektivwechsel und psychologische Sicherheit. Eine 2020 im Journal of Work-Applied Management veröffentlichte Studie von Wheeler, Passmore und Gold hat genau das untersucht: Sechs Wochen nach einem LSP-Workshop beschrieben Teammitglieder einen spürbaren, anhaltenden Wandel in Zusammenarbeit und psychologischer Sicherheit, keine kurzfristige Euphorie direkt nach dem Event.

Näher an unternehmerischen Entscheidungen liegt eine Studie zu LSP in organisationalen Entscheidungsprozessen von Javidroozi, Maguire, Feldman und Ibrahim (2024, International Journal of Management and Decision Making). Über Interviews, eine Fallstudie, eine Fokusgruppe und einen begleiteten Workshop haben sie untersucht, was LSP für organisationale Entscheidungsprozesse konkret verändert. Ihr Ergebnis: Der Prozess wird sichtbarer, kreativer, und spürbar mehr Menschen beteiligen sich tatsächlich, nicht nur auf dem Papier.

Die Grenzen der aktuellen Datenlage

Ehrlich bleiben heißt hier auch: Ein großer Teil der bisherigen Forschung stammt aus Bildungskontexten, Pflegeausbildung, Hochschule, Nachwuchsforschung, seltener aus reinen Unternehmenssettings. Das Feld ist jung, und auch die gerade zitierte Studie beruht auf gerade einmal sechs befragten Personen aus zwei Teams, eine kleine, sorgfältig ausgewertete Stichprobe, aber keine breite Datenbasis. Wer eine hundertprozentig belastbare Kausalstudie für den eigenen Strategie-Workshop sucht, wird sie aktuell nicht finden, das würde ich niemandem versprechen. Was es gibt, ist eine wachsende, konsistente Indizienlage, plus die eigene Erfahrung aus über zehn Jahren Praxis.

Wenn Du das lieber aus Unternehmenssicht lesen willst, beschreibt Brickolution® die Methode ausführlich mit Blick auf Unternehmen.

Ein echter Fall statt einer weiteren Studie

Zahlen und Studien sind das eine. Was mich selbst am meisten überzeugt, sind einzelne, konkrete Fälle, bei denen sich nachvollziehen lässt, was vorher war und was danach.

Judith Weber leitet das Referat Ehe, Familie und Diversität im erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg, mitten in einem der größten Veränderungsprozesse der Diözese der letzten Jahre. Bevor ihr Team einen Workshop mit mir gemacht hat, gab es im eigenen Team kritische Nachfragen: "Judith, bist Du Dir sicher, dass das das Richtige für uns ist?" Eine Frage, die sich vermutlich jede und jeder stellt, bevor sie oder er eine ungewohnte Methode ins eigene Team holt.

Wie sich diese Skepsis aufgelöst hat und was am Ende dabei herauskam, steht in der LEGO® SERIOUS PLAY® Case Study: Klarheit mitten im Umbruch. Hier zählt vor allem eins: Das war kein Vertriebstermin. Ein echter, laufender Veränderungsprozess in einer Organisation, die sich ihre Entscheidungen nicht leicht macht.

Was das für Deine Entscheidung bedeutet

Die ehrliche Antwort auf "Funktioniert LEGO SERIOUS PLAY wirklich?" hat also zwei Teile. Ja, mit wachsender wissenschaftlicher Evidenz und mit echten, überprüfbaren Fällen aus ganz unterschiedlichen Organisationen. Und nur, wenn die Person am Steuer weiß, was sie tut. Wer das nicht mitbringt, liefert bestenfalls einen netten Nachmittag mit bunten Fotos.

Deshalb bringt eine Ausbildung, die Anwendungstechniken und Skills Building genauso gründlich vermittelt wie den Ablauf selbst, mehr als das bloße Wissen, dass es die Methode gibt. "Keine Buzzwords, sondern Können, das bleibt." Und wenn Dich zusätzlich interessiert, warum Unternehmen und Facilitator:innen überhaupt bereit sind, dafür zu zahlen, geht Warum kaufen Menschen LEGO SERIOUS PLAY? genau dieser Frage nach.

Woran erkennt man das, ohne selbst schon Facilitator zu sein? An drei Fragen, die sich stellen lassen, bevor Geld fließt. Wie lange dauert die Ausbildung, die hinter der Person steht, und deckt sie den kompletten Prozess ab oder nur Ausschnitte davon? Von wem wurde ausgebildet, und mit welcher Zertifizierung? Und bekommst Du auf Nachfrage echte, überprüfbare Fälle zu sehen, nicht nur ein allgemeines Erfolgsversprechen?

Wenn Du selbst herausfinden willst, wie sich das live anfühlt, bevor Du Dich auf irgendetwas festlegst: Termine der nächsten Meetups und Ausbildungen findest Du auf matthias-renner-trainer.com.

Von Matthias Renner, KI-unterstützt recherchiert.

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